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PRESSEINFORMATION

Wenn Ärzte in Führung gehen

Als Führungskraft im Krankenhaus, reicht es nicht aus, ein brillanter Mediziner zu sein. Ärzte in Führungspositionen müssen vielmehr vielfältigen Managementanforderungen gerecht werden. Der Weg dahin erfolgt nicht selten über eine zusätzliche Qualifizierung in Führungs- und Managementkompetenz. Ein perfekt auf den medizinischen Bereich zugeschnittenes Weiterbildungscurriculum für Fach- und Oberärzte bietet diesbezüglich die Hannover School of Health Management GmbH. Dabei kommt auch das Persönlichkeitsinstrument Reiss Profile zum Einsatz.

Berlin, im September 2012.

„Nicht jede Ärztin oder jeder Arzt in leitender Position ist von vorneherein zum Führen geboren. Hinzu kommt, dass die ärztliche Ausbildung so gut wie gar nicht auf die mit dem Beruf einhergehenden Führungs- und Managementaufgaben vorbereitet. Hier klafft eine Lücke, die wir füllen“, erläutert Professor Dr. Dr. Daniel P. Wichelhaus, Geschäftsführer der Hannover School of Health Management, einem Spinoff der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Mediziner und Professor für Betriebswirtschaftslehre hat selbst als Arzt im Klinikbetrieb gearbeitet, bevor er sich 2005 entschloss, sein Führungs- und Managementwissen an Fachkollegen weiterzugeben.  

Mit Erfolg, denn mehr als 500 klinisch tätige Ärzte haben bislang die Kurse „Ärztliche Führungs- und Managementkompetenz“ durchlaufen. Diese vermitteln sowohl Führungsverständnis als auch betriebswirtschaftliches sowie unternehmerisches Denken und Handeln. Das Programm orientiert sich am Umfang des "Curriculum Ärztliche Führung" der Bundesärztekammer und geht darüber hinaus, wenn es im Führungsmodul gezielt um die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit geht. Wichelhaus setzt hierzu auf die Methode des Reiss Profile, das mit dem Konzept der 16 Lebensmotive eine Art Nomenklatur für die individuelle Persönlichkeit und ihre unterschiedlichen „Spielarten“ bietet.

16 Lebensmotive beschreiben die Persönlichkeit

Das an der Universität von Ohio (USA) entwickelte Testverfahren fragt 128 Items ab, die 16 wesentlichen Lebensmotiven zugeordnet sind (alle Motive unter www.reissprofile.eu). Anhand eines Abgleichs mit der kulturellen Norm wird ermittelt, welche Motive für den Einzelnen besondere Bedeutung haben. Daraus ergibt sich ein individuelles Persönlichkeitsprofil, das – so die Erfahrung von Daniel Wichelhaus aus den Rückmeldegesprächen – „einen Charakter zeigt, in dem sich der Teilnehmer wiedererkennt.“ Aus den Ergebnissen lässt sich beispielsweise ablesen, welche Prioritäten jemand setzt und wie diese sein Verhalten bestimmen.

Der eigenen Persönlichkeit gerecht werden

Zum Beispiel bei Daniel Wichelhaus, bei dem die Ziel- und Zweckorientierung besonders hoch ausgeprägt ist. Im Alltag drücke sich das darin aus, dass er von sich und anderen absolute Konsequenz und Effizienz bei der Zielerreichung verlange – und mit diesem Anspruch Dritte, bei denen dieses Motiv nicht ebenso hoch ausgeprägt sei, oft überfordere, beschreibt der Ärzte-Coach. Die Tatsache, dass dies bei ihm selbst zu anhaltender Frustration geführt habe, war ein Grund für seine Entscheidung, eine Aufgabe außerhalb des Klinikbetriebs zu suchen, wo er das Tempo auf dem Weg zum Ziel stärker selbst beeinflussen kann.

So sensibilisiert Wichelhaus auch die Kursteilnehmer für ihre individuellen Grenzen: „Welchen Preis zahlen Sie, wenn Sie Ihr Lebensmotiv nicht leben können?“ In diesem Kontext ermutigt er dazu, die Lebensmotive als Motor zu sehen, aus denen die dauerhafte Leistungsfähigkeit resultiert.

Gibt es ein ideales ärztliches Führungsprofil?

Derweil wird die junge Fach- und Oberarztgeneration, die an die Hannover School of Health Management komme, sehr stark von der Frage angetrieben, was ein gutes Führungsprofil ausmache und wie sie diesem entsprechen könne, berichtet Wichelhaus weiter. An dieser Stelle kennt auch das Reiss Profile keine Antwort, denn es ist wert- und wertungsfrei.

Der Ansatz ist eher eine Hilfestellung dafür, wie individualisierte Führung gelingen kann. Ein Beispiel ist das Lebensmotiv „Anerkennung“ mit den beiden Polen „Selbstbewusstsein“ und „Streben nach Perfektion und Anerkennung“. Wie die Erfahrung zeigt, fällt es einer Führungskraft, die über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein verfügt, eher schwer, sich in einen Mitarbeiter einzufühlen, der sein Selbstwertgefühl aus der Anerkennung durch andere bezieht. Für einen Arzt in Führungsposition sei es daher  wichtig, bewusst auf das notwendige Maß an Anerkennung zu achten, um seine Mitarbeiter und Kollegen zu erreichen und zu motivieren, verdeutlicht Wichelhaus.

Warum knallt es im Team?

Neben der individuellen Führung ist auch das Führen von Teams ein Thema des ärztlichen Führungs- und Managementkurses. Dabei kommt als weitere Methode das Team Management System zum Einsatz. Indem dieses auf das situationsbezogene Verhalten des Einzelnen im Team eingeht, ergänzt es die Erkenntnisse des Reiss Profile und schafft eine Basis, auf der Konflikte erklärt und ausgeräumt werden können. Ein Beispiel: Jeder kennt Situationen, in denen die fachliche Zusammenarbeit gut funktioniert, aber die Kooperation auf persönlicher Ebene gestört ist. Oder umgekehrt, man mag sich, kann aber mit dem Arbeitsstil des Kollegen nicht umgehen. „Sind die Mechanismen hinter dem Verhalten erst einmal verstanden, wachsen Respekt und Vertrauen“, beschreibt Wichelhaus.

Der 49-Jährige würde hierbei in Zukunft gerne einen Schritt weiter gehen: Er fände es spannend, noch tiefer in die persönlichkeitsgetriebenen Aspekte der medizinischen Professionen einzutauchen. So stellte er unter seinen Teilnehmern fest, dass bestimmte Motive sehr stark ausgeprägt sind, zum Beispiel die Ziel- und Zweckorientierung und die Ordnung, die im Klinikbetrieb der pragmatischen und strukturierten Patientenversorgung zugutekommt, oder das Motiv Macht, in dem sich Entscheidungswille sowie der Wille zur Übernahme von Verantwortlichkeit wiederspiegelt.

„Eine wesentliche Seite der Führung ist es, ein Krankenhaus oder ein Team mit Hilfe von Managementinstrumenten effizient und effektiv zu führen. Die andere Seite besteht darin, sich selbst zu kennen und zu managen“, fasst er abschließend zusammen. In der Hannover School of Health Management finden beide Seiten in einem ganzheitlichen Konzept zusammen.

 

Pressekontakt:

bernhart kommunikationsberatung
Ilona Bernhart
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Kontakt zur Hannover School of Health Management GmbH:

Prof. Dr. Dr. Daniel P. Wichelhaus
Podbielskistraße 162
30177 Hannover
Mobil: +49 160.903 762 85
info@hshm-hannover.de

Kontakt zur Reiss Profile Germany GmbH:

Thomas Staller
Geschäftsführender Gesellschafter
Kollwitzstraße 40       
10405 Berlin   
Telefon:  +49 30.4401 7689
staller@reissprofile.eu

 

Über die Hannover School of Health Management GmbH: Die Hannover School of Health Management GmbH (HSHM) wurde im November 2002 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre, insbesondere auf dem Gebiet des Gesundheitswesens. Darüber hinaus bietet die HSHM folgende Leistungen an: Coaching, Consulting, Teaching und Training. Alleinige Gesellschafterin der HSHM ist die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Weitere Informationen unter www.hshm-hannover.de

 

Über die Reiss Profile Germany GmbH: Die Reiss Profile Germany mit Sitz in Berlin ist exklusiver Lizenzinhaber für das Reiss Profile in Deutschland. Das Reiss Profile ist ein persönlichkeitsorientierter Ansatz der Motivationsforschung, der von Dr. Steven Reiss, emeritierter Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University (USA), entwickelt und in den USA verbreitet wurde. Die Reiss Profile Germany bildet Personalentwickler, Coaches und Trainer zu zertifizierten Reiss Profile Mastern aus und berät Unternehmen, Sportler, Institutionen und Individuen über Einsatzmöglichkeiten des Reiss Profile zur persönlichen Leistungsentfaltung. Weitere Informationen unter www.reissprofile.eu

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